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Auf unsere Aussendung "Ministerielle Zensur eines Kunstprojekts" erhielten wir eine Antwort von Dr. Ilse König, Büroleiterin der
Ministerin für Frauenfragen Doris Bures, mit der Bitte, sie auszuschicken. Dem kommen wir hiermit nach.
Vorab jedoch drei Bemerkungen: O-Ton-Antwortschreiben des Frauenministeriums zu Ministerielle Zensur eines Kunstprojektes?
Sehr geehrte AUF-Frauen, bezugnehmend auf Ihr mail vom 4. November 2007 zu "Ministerielle Zensur eines Kunstprojekts" möchte ich Sie gerne über folgendes informieren: Das Frauenministerium ist nicht Veranstalter der internationalen Tagung "10 Jahre österreichische Gewaltschutzgesetze" sondern zählt gemeinsam mit dem Innenministerium zu den Sponsoren. Mitarbeiterinnen des Ministeriums haben den Veranstalterinnen auf ihre ausdrückliche Anfrage mitgeteilt, dass es die geplanten künstlerischen Installationen teilweise für problematisch hält. Und zwar jene, die - ohne inhaltliche Bewertung - missverständlich als Forderung aller an der Konferenz Beteiligten ("wie fordern") aufgefasst werden könnte. Und vor allem jene, die in eklatantem Widerspruch zum Inhalt der Tagung steht, nämlich sich deutlich gegen jede Form der Gewalt auszusprechen. Erlauben Sie mir in diesem Zusammenhang den Hinweis, dass keineswegs bloß eine abstrakte Figur sondern ganz gegenständlich ein Messer abgebildet ist. Die Freiheit der Kunst wird nicht in Frage gestellt. Im Gegenteil: Die Ministerin unterstützt Künstlerinnen und fördert kritische Kunstprojekte. Auch sie hält künstlerische Auseinandersetzungen als ein ein wichtiges Mittel, gesellschaftliche Themen zu transportieren und die Diskussion darüber anzuregen. Wenn es um das Thema Gewalt geht ist ein besonders sensibler Umgang mit den Botschaften, die dabei vermittelt werden, geboten. Mit besten Grüßen |
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