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Cover der Auf152

AUF 152 – "AUF hört auf. Arbeit bleibt."

Inhalt - Übersicht
Editorial
AUF 152 "AUF hört auf. Arbeit bleibt."


Editorial – Liebe Frauen!

Die Ausgabe Nr. 152 von AUF–Eine Frauenzeitschrift ist erschienen.

Wie Ihr seht: Das Heft ist dünn. Grund dafür ist die Situation des Redaktionskollektivs. Das liegt zum einen an den prekären Arbeitsverhältnissen der jüngeren Frauen, die weder Zeit noch Energie für ehrenamtliche Arbeit lassen, zum anderen daran, dass die älteren Frauen, die schon sehr lang dabei waren, müde sind, oder sich ihr Lebensort verlagert hat. Die Medien haben sich verändert, Rezeption und Nachwuchs fehlen. Wenn es kein feministisches Wunder gibt, muss die AUF mit dem nächsten Heft ihr Erscheinen einstellen. Frauen haben Interesse am Redaktionslokal in der Kleeblattgasse gezeigt. Gedacht ist an einige feministische Initiativen, die die Räume nutzen.

Arbeit: Gleich zweimal hat sich Gretl diesmal zu Wort gemeldet. Zum AUFhören, das sie am liebsten AUFhalten möchte und zum geplanten Schwerpunkt Frauenarbeit. Ingrid Moritz, Leiterin der Frauenabteilung der AK Wien, hat mit dem Beitrag zur Einkommenstransparenz die Arbeitssituation der Frauen und deren Bezahlung mit ihrer persönlichen Meinung dazu auf den Punkt gebracht. Trotz 30 Jahren Diskriminierungsverbotes ist die Realität der Frauen kaum verändert. Intransparente Gehaltsstrukturen sind eines der Werkzeuge zur Verhinderung von Lohngleichheit. Diesbezüglich läuft eine "Einkommenserklärungs"–Aktion an: "Initiative für transparente Gehälter und Einkommen konkret". Gegen ein anderes Problem, die katastrophal geringen Aufstiegsschancen, hilft nur die Frauenquote. Angela Merkels Absage an die Quote hat Marlene Streeruwitz zu einem wütenden Aufschrei veranlasst. Damit hat sie "jeder Frau [erzählt], daß es ihr persönliches Versagen ist, wenn sie es nicht schafft." Bei uns scheint sich etwas zu bewegen, bei den staatsnahen Betrieben zumindest. Aber auf Selbstverpflichtung der Privatwirtschaft zu hoffen, ist Illusion, freiwillig ging schon immer. Und Geduld war gestern. Einen kurzen Abriss von Traum und Wirklichkeit für Frauen mit Weiterbildung auf dem Arbeitsmarkt nachhaltige Chancen zu bekommen, liefert Manuela Vollmann vom ABZ.
Einen höchst amüsanten Rundumschlag bietet eine Szene zu Kreiskys Frauenpolitik aus der Inszenierung "Die Quadratur des Kreisky", die unter der Regie von Tanja Witzmann im Kosmostheater aufgeführt werden wird.

1911 – 2011: Wendet Streeruwitz wütender Exkurs sich gegen das Feiern des 100. internationalen Frauentags, weil es nichts zu feiern gibt, so fehlten Autonomen Frauen alte und historisch wohlbegründete Widerstandsstrategien bei den Vorbereitungen zu diesem Jahrestag. Unter Protest zogen sie sich aus dem Vorbereitungskomitee zurück. Es wird eine Frauendemo am 8. März geben, zu der die Autonomen Frauen des FZ aufrufen – und eine am 19. März für Frauenrechte, die etablierte Parteien und Männer einschließt. Bedauerlich, traurig und sehr ärgerlich ist diese Spaltung: Die gemeinsame breite Bewegung zeigt Stärke, Spaltung schwächt. Das Papier der Autonomen Frauen des FZ erklärt die Hintergründe und zeigt, dass es nicht um Spaltung, sondern um Konsequenz feministischen Denkens geht. Eva Geber schließt ihre Überlegungen dazu an.

AUF–Heft 153: Mit einem Furioso soll die letzte AUF–Eine Frauenzeitschrift erscheinen und reflektieren: Feminismus, Frauenbewegung, Frauenrechte – wofür steht das im Kontext der Globalisierung, wie entwickeln sich die theoretischen Zugänge, was bedeuten diese für die Kämpfe um Autonomie und Selbstbestimmung aller Personen (welchen Geschlechts und welcher Herkunft auch immer), was gibt es an gesellschaftlichen Perspektiven in der Linken, wieso springen zum Teil auch konservative Kräfte auf feministische Forderungen auf, welcher Zusammenhang besteht zur Arbeitsmarktpolitik. Wo stehen wir, was haben wir erreicht, was fehlt und wie weiter? Und wo wird versucht, die Geschichte zurückzudrehen, wo geschieht das bereits, wie verhindern? Wir rufen Frauen aus den verschiedensten Spektren feministischen Engagements auf, uns ihre Analysen und ihre Strategien dazu zu schicken, Utopien eingeschlossen. Wenn Ihr einen Beitrag schreiben wollt, meldet Euch bitte per E–Mail. Redaktionsschluss 23. Mai 2011

Angesichts unserer Situation und wegen geringen Wunderglaubens haben wir keine Abrechnungen für 2011verschickt, ersuchen jedoch die Abonnentinnen und andere Wohlgesinnte um Spenden. Jenen Frauen, die ein Kombiabo 2010/2011 bezahlt haben, bieten wir als Trost und zur Abgeltung ein Buch der AUF-Edition an.

Arbeit bleibt, AUF hört auf. Im Jahr 100 des Internationaler Frauentages gilt aber immer noch: weiterkämpfen! Die Frauen der AUF–Redaktion

Nächste Ausgabe AUF 153: Redaktionsschluss für AUF–Heft 153: 23. Mai 2011


die Frauen der AUF–Redaktion

Zu bestellen bei: auf@auf-einefrauenzeitschrift.at

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