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Cover der Auf 143

AUF 144 – "Spinnen, Weben, Netze knüpfen"

Inhalt - Übersicht
Editorial
AUF 144 "Spinnen, Weben, Netze knüpfen"


Editorial – Liebe Frauen!

Die Ausgabe Nr. 144 von AUF–Eine Frauenzeitschrift ist erschienen.

"Spinnen Weben Netze knüpfen", weibliche Kulturtechniken, manifestieren sich heute in einer Vielzahl von Netzwerken – Foren, die der Selbstermächtigung von Frauen dienen. Ein Unterschied zu männlichen Seilschaften, die vorwiegend das Hochziehen zum Fleischtopf zum Ziel haben.

Passend zu diesem Schwerpunkt haben wir die Werke von Berty Skuber für dieses Heft gewinnen können: Knoten und Vernetzungen sind nicht nur ein roter Faden in Skubers Arbeit, sondern auch wesentlicher Teil ihres Entstehungsprozesses.

Es scheint schon immer Frauen gegeben zu haben, denen die Alternative Ehefrau oder Klosterschwester nicht reichte. In der Blüte der Beginenbewegung, zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert, lebten in manchen Städten bis zu 25% der Frauen in diesen Weiberhöfen. Über ihre geschichtliche Bedeutung, und wie Beginenhöfe heute aussehen, schreibt Mechthild Ziegenhagen.

Barbara Kadletz befasst sich mit den aktuellen weiblichen Musiknetzwerken, von der Online–Plattform female:pressure, Monika Enterprise’s Label, bis zu Girl Monster’s CDs, die weibliche Musikgeschichte widerspiegeln.

Erstmalig fand mit über 250 Teilnehmerinnen aus 25 Ländern das Feminist Womyn’s Gathering in Wien im April 2009 statt. Zwei der Organisatorinnen, Patricia Wendling und Karin Höllinger, ziehen in dem Bericht ihre persönliche Bilanz dieses Treffens.

Um feministische Vernetzung im virtuellen Raum geht es Christiana Puschak in ihrem Interview mit Redakteurinnen von beziehungsweise – weiterdenken, einer feministischen Online­Zeitung. Zur Situation von Journalistinnen in Österreich steuert Traude Kogoj wichtiges Zahlenmaterial bei. Die auch in diesem Berufsfeld vorhandenen Diskriminierungen sieht sie nur durch netzwerken überwindbar.

Aber auch außerhalb von Städten führen Zusammenschlüsse zu wesentlichen Verbesserungen der Lebensbedingungen: Michaela Reisenbauer und Birgit Ponath erzählen im Interview vom Biobäuerinnenleben, und was sich durch ihre Vernetzung alles geändert hat.

Netzwerken auf höchster Ebene bespricht Ditha Brickwell, nicht bei Konzernleitungen – da gibt es immer noch kaum Frauen –, sondern im Rahmen der EU. Dabei geht es nicht nur um ihre eigenen Erfahrungen, sie fragt sich auch, wo die dialektische Antwort auf Befehlsgewalt und Fädenspinnen bleibt.

Konkret existierende Netzwerke werden vorgestellt von Susanne Blumesberger (Institut für Wissenschaft und Kunst), von den Frauen von FIFTITU% und von Stephanie Kiessling, die das Musikfestival rampenfiber im September dieses Jahres vorstellt.

Spinnen Weben Netze knüpfen assoziierten wir in der Redaktion schließlich zwangsläufig mit unseren je eigenen Erfahrungen im Handarbeitsunterricht. Vorwiegend waren das Traumata – auf vielfältige Weise gemeistert oder auch nicht. Angeregt hatte uns Carina Nekolnys höchst vergnügliche Geschichte von "Anni", die Meisterstücke der Unbotmäßigkeit lieferte.

Nächstes AUF–Heft– Nr.145:
Als nächster weiblicher Kulturtechnik widmen wir uns dem Kochen. Ernähren, Verdauen, Hunger (sowohl real als auch der gefühlte), Welthunger, Frauen und Subsistenz, wie Frauen sich und andere nähren können, wonach uns hungert und dürstet, wie das ist mit dem Rohen und dem Gekochten im Levy-Strauss’schen Sinn? Welche Rolle dabei die Frauen spielen? Zu ernähren und zu verdauen haben wir viel und angfressen zu sein heißt auch bei Verstopfung nicht gesättigt zu sein. Redaktionsschluss: 3. September 2009!

Satt unbotmäßige Grüße


die Frauen der AUF–Redaktion

Zu bestellen bei: auf@auf-einefrauenzeitschrift.at

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