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EINE FRAUENZEITSCHRIFT | |
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AUF 141 – "macht darstellung macht?"Editorial – Liebe Frauen! Teure Leserinnen!
Die Ausgabe Nr. 141 von AUF–Eine Frauenzeitschrift ist erschienen. Dass das Thema Armut unter die Haut geht, hat sich auch in der AUF–Redaktion schnell gezeigt, Artikel wurden bei der Beschäftigung damit als doch zu schmerzhaft empfunden, einer wurde zurückgezogen aus Angst vor möglichen Konsequenzen. Armut ein Tabu, weil auch andere davor Angst haben, abzustürzen. Armut, ein beispielhaftes Frauenschicksal: Mitte vierzig, eine Frau schreibt unzählige Bewerbungen und versucht krampfhaft beruflich und ökonomisch wieder auf die Beine zu kommen. Umsonst. Deshalb auch die Pseudonyme im Heft, Armut ist unfreiwillige Seiltänzerei direkt am Abgrund, selbstverständlich ohne Netz. Auch wenn so getan wird, als wäre Armut in erster Linie ein individuelles Problem, so ist und bleibt das eine der großen Lügen einer Wohlstandsgesellschaft wie der unseren. Armut ist strukturell gemacht, institutionell gefördert und durch scheinbare Individualisierung zum (unvermeidbaren) Einzelschicksal stilisiert. Charity ist keine Armutsbekämpfung, Armut muss verhindert, nicht gelindert werden. Armut bedeutet gesellschaftlichen Ausschluss, Ausschluss bedeutet Einsamkeit. Dazu haben sich einige Autorinnen in diesem Heft Gedanken gemacht: Es geht um Teilhabe, Solidarität und Vernetzung. Zu Beginn der Arbeit an diesem Heft haben wir die Parteiprogramme im Internet nach dem Schlagwort Armut abgefragt. Null Antwort, außer bei den Grünen. Doch dann die wundersame Parteienbekehrung in Vorwahlzeiten. Alle reden plötzlich davon, als ob es ihnen ein wirkliches Anliegen wäre. Welche bis jetzt doch vielleicht geglaubt haben, sie kämen knapp aber doch mit ihrem Geld aus, wir müssen euch leider sagen, ein Louis–Vuitton–Koffer kostet 22.400,- Euro. Greift also lieber zum grünen Hugo–Boss–Aktenkoffer, der kostet nur lächerliche 5.999,- Euro, den einen übrigen Euro könnt ihr zur Gewissensberuhigung in Charity investieren. Schwarzhumorige Grüße die Frauen der AUFN–Redaktion
AUF-Redaktion
Zu bestellen bei: auf@auf-einefrauenzeitschrift.at |
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